Du hast einen Balkon? Super, damit kannst du sofort in deine persönliche Energiewende einsteigen. Balkonkraftwerke sind kleine PV-Anlagen, die Sonnenlicht in Strom umwandeln. Einfach Stecker in die Steckdose und sofort kannst du Sonnenenergie für deinen Haushalt nutzen. Dein Balkon-Solarstrom reicht nicht aus, um deinen gesamten Haushalt durchgehend mit Energie zu versorgen, aber er reduziert deine Stromkosten ab dem ersten Tag…

Steckerfertige PV-Anlagen (Balkonkraftwerk)

Immer mehr Menschen beschäftigen sich privat mit Klimawandel und der Energiewende. Eine Möglichkeit, sie selbst umzusetzen sind zum Beispiel Mini-Photovoltaik-Anlagen für den Balkon, das Gartenhaus, die Terrasse, ein Dach oder eine freie Hauswand.

Eine Lösung, die auch Mietern eine Chance bietet, sich am großen Energiesystem zu beteiligen. Eine Balkonanlage reduziert die Stromrechnung vom Energieversorgungsunternehmen, überschüssiger Strom wird ohne Vergütung ins Netz eingespeist. Ein Balkonkraftwerk kostet je nach Ausführung zwischen 400 und 800 Euro und amortisiert sich je nach Auslegung bereits nach 8 – 12 Jahren.

  • Grundlage für die Anlage und das Errichten ist das VDE Vorschriftenwerk.
  • Eine Steckdose und ein möglichst verschattungsfreier nach Süden ausgerichteter Balkon.
  • Die optimale Einspeiseleistung beträgt mit einem Modul 300 und mit zwei Modulen 600 Watt.
  • Balkonkraftwerke sind in der Regel baurechtlich genehmigungsfrei (es dürfen keine Baugrenzen überschritten werden und es darf keine grundsätzliche Änderung der Immobilie stattfinden).
  • Wenn Sie Mieter sind, benötigen Sie die Zustimmung des Eigentümers.
  • Balkonkraftwerke müssen in Deutschland vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber und nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden.
  • Für den Klimaschutz zählt jedes Watt.

Anschlussschaltbild Balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk-002

Montagebeispiel Balkonkraftwerk

Balkonkraftwerk-01

Eine Balkon-Solaranlage ist eine Mini-Photovoltaik-Anlage, die meist am Balkon montiert wird.
Auch eine Montage auf einem Gartenhaus oder an einer Fassade sind möglich. In der Regel besteht eine Mini-Photovoltaik-Anlage aus ein oder zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter, diversen Anschlusskabeln und einer speziellen Einspeisesteckdose.
Das Solarmodul erzeugt aus dem einfallenden Sonnenlicht mit einem Wirkungsgrad von ca. 20 % Strom.
Die Solarmodule gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die gebräuchlichste Ausführung hat Abmessungen von ca. 1700 x 1000 x 40 mm und wiegen 20 kg bei einer Leistung von 300 – 400 Watt Peak.
Eine Mini-Photovoltaik-Anlage sollte maximal 600 Watt Leistung haben. Alles, was über diese Leistung hinausgeht, ist zwar erlaubt, verursacht aber zusätzliche Anforderungen, höhere Kosten und viel Bürokratie bei der Genehmigung.
Für Haushalte von ein bis zwei Personen mit einem geringen elektrischen Verbrauch von weniger als 2.000 kWh pro Jahr empfiehlt sich eine Mini-Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 300 Watt (ein Modul). Bei einem Mehrpersonenhaushalt, ist eine Mini-Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 600 Watt (zwei Module) sinnvoll.
Im Regelfall erzielen die kleinen Kraftwerke bei südlicher, südwestlicher oder südöstlicher Ausrichtung am meisten Energie. Benötigen Sie die Energie jedoch primär morgens oder abends, kann die Ausrichtung nach Osten oder Westen sinnvoll sein.

Eine Mini-Photovoltaik-Anlage kann an folgenden Orten aufgestellt bzw. montiert werden:

  •  an der Balkon-Brüstung
  •  auf einer Terrasse, dem Flachdach oder dem Garten
  • an der Fassade
  • auf dem Dach eines Carports o. ä.

Mieter oder Eigentümer einer Eigentümergesellschaft, müssen für die Montage an der Außenseite einer Brüstung oder Fassade in der Regel um Erlaubnis fragen. Anders sieht es aus, wenn das Modul einfach auf dem Balkon aufgestellt wird. Bei einer Aufstellung von Stecker Solargeräten müssen weder Mieter noch Immobilieneigentümer um Erlaubnis fragen. Insgesamt ist es unabhängig vom Montageort wichtig, dass das montierte Solarmodul so wenig Verschattung wie möglich erfährt, um einen guten Ertrag zu erzielen.

Bei einer Anlage mit zwei Modulen hat man die Möglichkeit, diese in unterschiedlicher Ausrichtung anzuordnen, beispielsweise ein Modul in Richtung Westen und das andere Modul in Richtung Osten. Auf diesem Wege kann über den Tag verteilt kontinuierlicher Strom erzeugt werden.

Der Wechselrichter ist notwendig, um den solaren Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umzuwandeln. Der Wechselrichter wird über eine spezielle Einspeisesteckdose mit dem Zähler im Stromnetz des Hauses verbunden. Handelt es sich beim vorhandenen Stromzähler noch um ein analoges Modell ohne Rücklaufsperre muss dieser vor der Inbetriebnahme gewechselt werden. Das übernimmt in der Regel kostenlos das zuständige Energieversorgungsunternehmen.

Für Fragen kontaktieren Sie mich gerne. Je nach gültigen Coronaregeln stehe ich auch gerne für eine kostenlose vor Ort Beratung zur Verfügung.
Jedes Watt zählt. Werden Sie ein Teil der Klimaschutzbewegung.

Fritz Hindelang
Telefon: 08342 98777